Es weihnachtet sehr....

Dezember 04, 2008 Stephanie Berger 4 Comments

Erstmal danke für die lieben Tipps wegen der Jeans...
Eine Tasche wird nicht draus - ich bin vorgeschädigt... ich hatte so eine Tasche schon mit 10 kurz nach der Wende...als Sporttasche für die Schule - und ganz ehrlich ich hab sie gehasst. Ist irgendwie nicht wirklich mein Stil....
Ein Stoffbüchlein wäre eine Idee - aber da ich diese Jeans liebe ist das auch nicht die optimale Lösung (außerdem hab ich hier noch eine Hose von meinem Menne die ich daheim schon so runtergerissen hab das sie grad noch so an zwei Fäden zusammen gehalten wird....grins)
Liebe Elena... deine Hose beim Shooting hat mir super gut gefallen...ist bloß die Frage ob das bei einer hellen Hose auch gut aussieht? Ich danke dir für dein Angebot und melde mich per mail nochmal... vielleicht bist du ja meine Rettung oder besser die Rettung meiner Hose....freu freu

Die Karte.. die Schrift ist... handschrift. Ich habs heute bei SBT schon mal gesagt das ich immer vergess erst die Schrift zu drucken und dann zu schneiden - und dann das ganze aufkleben und einpassen - neeee dafür hab ich selten Muse....

Und dann hab ich heute was ganz besonderes für euch...
Der Trauzeuge meines Mannes... Marcel...ist ein Schreiberling... und zwar ein guter...Schon seit einigen Jahren schreibt er immer mal wieder Gedichte und Geschichten... und vor zwei Jahren oder waren es drei.... Marci berichtige mich wenns falsch ist...aber ich glaub vor zwei Jahren als seine Frau und meine liebe Trauzeugin Silvia grad schwanger war... hat er eins geschrieben über das Aufstellen des Weihnachtsbaums.... ich hab Tränen gelacht.... und das wollte ich euch nicht vorenthalten...

Lieber Marcel ich hoffe irgendwann wird sich dieser Traum mal erfüllen und du wirst ein Buch schreiben.... (hi hi und ich kann sagen ich kannte dich schon vorher...grins)

Also lange Rede kurzer Sinn:

Der Weihnachtsbaum

Am Weihnachtsabend steht er drinnen
um ihn hundert Kinder springen.
Lichterglanz- es ist ein Traum
Heiligabend- Weihnachtsbaum.

Am Tag zuvor, der Streß geht los
der Stamm ist für den Ständer zu groß.
Mit Messer und Axt geb ich ihm den Rest
da friert mir der Axtstiel am Handschuh fest.
Die unteren Äste müssen noch weg,
ich kriech durch den Schnee, mit der Nase im Dreck.
Dann ist er im Ständer, doch neigt er nach vorn,
ich bück mich zum richten, er schlägt im fall`n mir ein Horn.
Da heb ich ihn auf, und werfe mit Wut
den Baum- und den Handschuh, denn Harz haftet gut.

Schmerzender Kopf, von Frost blaue Daum´
23.12.- Scheiß Weihnachtbaum.

Es ist soweit, er muß in die Wohnung,
ich zerr ihn hinein ohne Rücksicht und Schonung.
Fall über Schuhe, taumel her, taumel hin
Und schon sind Scharten im Türrahmen drin.
Den Finger gequetscht, brüll vor Schmerz wie ein Bär
und räum mit der Spitze den Küchentisch leer.
Einer der Äste steckt im Topf mit dem Kraut,
die Kanne mit Kaffee hat den Boden versaut.
Die Kinder quietschen vor Vergnügen
wenn ich die kriege werden lange sie liegen.

Mit ´ner wütenden Frau in einem Raum
23.12.- Scheiß Weihnachtsbaum

Jetzt steht unser Goldstück gerade und fest
in der Wohnzimmerecke and I am the best.
Die Kerzengirlanden verknotet, verstrickt
„ Nun geht auseinander, oder ich werde verrückt“
Die Familie kommt um mich zu retten
aus diesen elenden Lichterketten.
Auseinandergefitzt und von unten begonnen,
glaub ich, ich hätte den Kampf schon gewonnen.
Ich stecke die Kerzen akkurat auf die Zweige,
noch der halbe Baum übrig, gehen die Kerzen zur Neige.

Ich reiss sie herunter, Radau ist im Raum
23.12.- Scheiß Weihnachtsbaum

Der zweite Versuch, ich schaff´s bis zur Spitze.
Ich dehn mich und streck mich, ächze und schwitze,
da kippt doch der Stuhl unter mein´Füßen,
und während ich falle schrei ich: „das wirst du büßen“
Kaum wieder bei Sinnen den Stecker zur Hand,
rein in die Dose- und nichts hat gebrannt.
Eine Stunde gewechselt, getestet, getauscht.
In meinen Ohren hör ich das Blut wie es rauscht.
Ich hab tausend Wunden und das ist kein Witz
von Millionen Nadeln lang, dünn und spitz.

Ich werd mich betrinken- Flucht in den Traum
23.12.- Scheiß Weihnachtsbaum

Heiligabend früh halb Zehn
ich hab nen Kater, ich kann ihn sehn.
Und was ich noch seh macht mich froh
Lametta, Kugeln, Sterne aus Stroh.
Der Baum- betrachtet ihn ihr Leute,
ER ist die wahre Weihnachtsfreude,
mit seinem glücklichmachend´ Schein.
Wie konnt ich ihm nur böse sein?

Am Weihnachtsabend steht er drinnen
um ihn hundert Kinder springen.
Lichterglanz- es ist ein Traum
Heiligabend- Weihnachtsbaum.

von Marcel Sieber

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Kommentare :

  1. Der Mann ist gut, der ist nicht nur gut, der ist genial... ich habe Tränen gelacht ... und es gleich meinem Mann vorgelesen ... ausserdem habe ich es mir ausgedruckt und werde es Heilig-Abend vortragen (wenn ich die Zulassung von Marcel bekomme)Ich werde Ihn natürlich namentlich erwähnen ... Er MUSS ein Buch verfassen, ich will mehr Gedichte hören ;-)))

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  2. Großes Kompliment an den Trauzeugen, das ist herrlich!

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  3. großes Kompliment an den Poeten... das gnaze erinnert mich sehr an meinen Mann... wenn es soweit ist, werde ich seine Aufbauaktion des Baumes mit diesem wunderschönen Gedicht begleiten, vielleicht behält er denn dieses Jahr die Laune...
    LG Finja

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  4. Wow, das ist ja einfach nur klasse! ich habe herrlich gelacht, er trifft es genau :o)Einfach wunderbar! Danke dass Du uns das hast lesen lassen!
    LG Anica

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Vielen Dank fürs Vorbeischauen und deinen Kommentar